Meine -noch unfertige- Geschichte :)




Noch 2 Straßen. " Dann bin ich endlich zuhause", dachte Fay. Sie kam gerade von der Uni. Es war spät geworden, weil sie mal wieder zu lange über ihren Büchern gesessen hatte. Endlich stand sie im Hausflur. Sie wohnte in einer WG mit zwei anderen Mädchen. Sie überlegte. Ihre Wohnung lag im 7.Stock. Sie war so geschafft von der Uni. Also entschloss sie sich, das erste Mal, seit sie hier wohnte, den Fahrstuhl zu nehmen. Sie mochte Fahrstühle nicht. Allein der Gedanke daran, mit fremden Menschen auf engem Raum eingesperrt zu sein, ließ sie schaudern. Sie drückte trotzdem auf den Knopf. Das kleine Licht ging an und sofort sprang die Tür des Aufzugs auf, als hätte er schon auf sie gewartet. Sie schaute sich noch einmal um und machte schließlich 2 kleine Schritte vorwärts, in die alte Kabine. Die Tür ging zu, bevor Fay überhaupt daran denken konnte, es sich doch noch anders zu überlegen. " Ganz ruhig bleiben, es ist nur ein Fahrstuhl... ", sagte ihr Verstand, doch ihr Bauch sagte etwas ganz anderes. Sie würde drei Kreuze machen, wenn diese Fahrt vorbei ist. Sie dachte an die alte Geschichte mit ihrem Bruder. Sie wurde unwiederruflich daran erinnert. Sie war 7, als ihr Bruder sie in einen Bettkasten gesteckt hatte. Der Arzt meinte, dass sie an Claustrophobie leidet. Das hatte sie alles nur ihrem Bruder zu verdanken. In diesem Moment hasste sie ihn dafür. Der Aufzug zeigte an, dass sie irgendwo zwischen dem 5. und 6. Stock sei. " Gleich geschafft. ". Diesen Gedanken konnte sie jedoch nicht zuende führen.
Ein lauter Knall erschütterte den Fahrstuhl. Alles bebte. Das Licht sprang aus und Fay stieß einen grellen Schrei aus. " Was, ... Nein ... Hilfe ! ", rief sie. Ihr schrecklichster Traum war wahr geworden. Sie, alleine in einem engen Kasten, ohne Licht und noch viel schlimmer, ohne Verbindung zur Außenwelt. Das sich das bald ändern würde wusste sie da noch nicht. Sie würde sich noch wünschen, keinen Menschen zu treffen. Zumindest nicht so einen, wie es ihr vermeindlicher Retter sein würde.
Sie schrie immer noch unerbitterlich um Hilfe. Doch schon jetzt war es nur mehr ein Wimmern, das bald in ein hysterisches Schreien überging. Sie fühlte sich wie ein Kranker in einer Zwangsjacke.
Sie versuchte vergeblich sich zu beruhigen, ohne Erfolg. Als sie merkte, dass ihr Handy in diesem Gefängnis ebenfalls nutzlos war, verlor sie völlig die Nerven. " Ich werde hier drinnen ersticken oder verhungern oder .... " sie sank mutlos in sich zusammen. Sie japste nach Luft. Fay hatte zwar schon einmal gehört, dass man halluzieniert, wenn man im Aufzug stecken bleibt, aber sie hatte nicht die geringste Ahnung, dass das so real sein könnte. Sie dachte doch wirklich zu ersticken.
Plötzlich fiel ihr ein, dass es in einem Fahrstuhl doch so einen Notfallknopf gab. Sie war ja erst ein paar mal Fahrstuhl gefahren, deswegen war ihr so eine Kiste vollkommen fremd. Im Halbdunkeln tastete sie sich an die Schaltknöpfe. Sie konnte nichts erkennen und drückte einfach wild drauf los. " Irgendwo muss hier doch dieser verdammte Knopf sein ! Komm schon ! " Nach kurzer Zeit wollte sie schon aufgeben, als sie plötzlich ein leises Rauschen vernahm. Sie konnte zwar nicht einordnen woher es kam und ob sie es verursacht hatte, aber das war ihr egal. Ihr war alles Recht, was ihr helfen konnte. Jetzt fing sie wieder an zu schreien. " Hallo ? Hört mich jemand ? Ist da wer ? Ich stecke hier im Fahrstuhl fest. " Erst Totenstille doch dann ... Ein Atmen, erst leise dann immer lauter. Es war als wenn jemand genau neben einem stehen würde, so real. Wer auch immer da war, hatte eine Ruhe und Gelassenheit, wie sie sich Fay nur wünschen konnte. Ihre" Hallo " - Rufe verstummten. " Ist da jemand ? ", fragte sie, wie ein Kind, das mit dem Monster unter seinem Bett redete. Sie drängte sich in eine Ecke des Fahrstuhls und hielt ihre Hände schützend vor ihr Gesicht.
Auf einmal sprach sie. Die Stimme aus dem Nichts sprach mit ihr. Fay blieb das Herz stehen. Eine tiefe, dunkle Stimme sagte, " Hallo Mädchen ! Hast du etwa Angst ?", ein leises, monotones Lachen erklang, " wahrscheinlich willst du wissen wer ich bin, aber das spielt keine Rolle, vielmehr möchte ich etwas über dich erfahren. Wie geht es dir, Puppe ?" Ein Schluchzen. Sie weinte. " Nicht weinen, Schätzchen ! Wir werden viel Spaß haben."
" Bitte Gott lass mich nicht sterben, bitte ! " schluchzte Fay Parker.





Und noch ein kleiner "Musiktipp" für den heutigen Tag : http://www.youtube.com/watch?v=2mCqO52__a4&list=LLQdRhSL-a-irVAvEnjq7pwg&index=2&feature=plpp_video  Habe schon den ganzen Tag einen totalen Ohrwurm davon, auch wenn´s total sinnlos ist :D


Maria xo

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