Literature | The caves of her mind [Only in German !]



Prolog

Liebe. Das Wort entglitt ihren spröden Lippen, sobald sie versuchten es zu formen. Wie ein Stein lag die Last auf ihrer Brust. Unbeschreiblich schwer. Und sie spürte die Wärme, die ihre Lider traf. Die Strahlen spiegelten sich in den Tränen, die ihre Wimpern miteinander vereinten, so fest, dass es ihr unmöglich war das Licht an sich heran zu lassen. Hätten sie aber doch ihr Schloss geöffnet, wäre der Anblick des Abendhimmels auch ihr nicht vorenthalten geblieben. Ein dunkles Lila mischte sich in diesem Moment mit den blauen Wolkenschwaden, die herüber zogen. Doch ihr fehlte der Schlüssel, der wahrscheinlich irgendwo in ihm vergraben war. Als wäre es vernichtendes Beweismaterial, welches man so gut versteckte, dass man vergaß, wo es war.
Ihre Gedanken drehten sich fortwährend wie ein Kreisel um diesen einen Moment, aber es gelang ihr nicht sich zu erinnern. Sie wusste nur, dass sie die fehlenden Puzzlestücke finden musste und zwar schnell.
Als sie ihre Augen nun doch mit einem Ruck öffnete, war sie vollkommen geblendet. Jedoch nicht von dem grellen Licht des Mondes, nein, vielmehr war es die Gewissheit, dass sie doch nicht geträumt hatte.

Währenddessen ging Finn die lange Hauptstraße der Innenstand entlang. Zu dieser Zeit war dort nicht mehr viel los. 'Und das, obwohl bald Weihnachten ist.', dachte er. Es war Ende November und die herrschende Kälte ließ einen erstarren. Fast schien es so, als wenn die warmen Körper die eisige Luft magisch anziehen würden, so gegensätzlich wie Nord- und Südpol.
Der Weg vor ihm war mit weißem Puderzucker gestreut und spiegelglatter Glasur bestrichen. Doch der Schein trügte.
Er klammerte seine frierenden Finger an den Handwärmer in seiner linken Jackentasche, aber sie waren zu lang um ganz von dem wohligen Gefühl eingenommen werden zu können.
Neben ihm lief ein Mann, bepackt mit einem schwarzen Aktenkoffer, einer Umhängetasche, einem Kaffeebecher in der einen und einem Autoschlüssel in der anderen Hand. Sein Gesicht war überseht mit roten Flecken, bei denen sich Finn unsicher war, ob sie durch die Kälte oder durch Stress hervorgerufen waren.
'Zum Glück bin ich nicht so geworden.', war sein erster Gedanke. Hätte er den Job als Unternehmensberater eines einflussreichen Industriekonzerns angenommen, dann wäre er heute mit den Problemen und Krisen der Mitarbeiter und nicht mit seiner Freundin eingeschlafen. Letzteres war ihm lieber, sehr viel lieber.
Als Finn um die Ecke der Klostergasse bog, hatte er einen freien Blick auf den Kirchturm. Der große Zeiger war fast gänzlich verrostet und man konnte förmlich sein Quietschen hören, wenn wieder 60 Sekunden verronnen waren.
Er hatte noch eine viertel Stunde Zeit, um zum vereinbarten Treffpunkt zu kommen oder eher dort zu bleiben. Das hieß, er konnte noch ein bisschen Schaufenster gucken, denn seine Freundin würde in genau 15 Minuten zweieinhalb Meter neben ihm stehen. Ihre Blicke würden sich treffen und sie würde ihn mit ihrem einnehmenden Wohlwollen wärmen.

Wenn ich es zeitlich schaffe, wird eine Fortsetzung sehr bald folgen !
Schreibt IHR auch ? Wenn ja, schickt mir doch einen kleinen Leseausschnitt, ich würde mich sehr freuen :) 
Maria xx

Kommentare:

  1. Woooow!
    Das Bild ist echt wunderschön und die Geschichte ist dir wirklich sehr, sehr , sehr gut gelungen.

    Xoxo

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    1. Dankeschön :) Eine Fortsetzung folgt bald !
      Maria xx

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  2. hast du das geschrieben? das ist echt richtig gut♥

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  3. Hey du hast einen richtig schönen Blog! <3
    Mir gefallen deine Bilder und dein Design!
    Ich würd emich total freuen, wenn du Lust hättest, auch mal bei mir vorbeizuschauen! :-)
    LG, isabella <3
    http://whateverbutnowayskivvies.blogspot.com/

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    1. Dankeschön ! :)
      Na klar, werde ich mir gleich mal anschauen <3
      Liebe Grüße zurück !
      Maria xx

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Maria xoxo